KLANGZEIT 2016 wird gefördert von

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen,

LWL-Kulturstiftung Westfalen-Lippe,

Kulturstiftung der Sparkasse Münster,

Ernst von Siemens Musikstiftung,

Stadt Münster

 

Veranstalter: Gesellschaft für Neue Musik Münster e.V.   

 

in Kooperation mit 

Kulturamt Münster, 

Theater Münster, 

Sinfonieorchester Münster, 

Musikhochschule in der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster, 

Musikwissenschaftliches Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, 

Akademie Franz-Hitze-Haus und 

cuba-cultur  

 

Programm: Reinbert Evers, Stephan Froleyks, Erhard Hirt, Jan Termath, Fabrizio Ventura 

 

Organisation: cuba–cultur, Münster

Festivalbüro: Erhard Hirt

Bühnenmanagement: Lukas Oppermann

Kommunikationsdesign: Thorsten Stapel

Mo. 08/02/2016 I 19:30 I LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10
daily drones
Festival-Eröffnung
Stephan Froleyks’ Messertisch
Stephan Froleyks’ Messertisch

Das Festival wird mit dem Vortrag „Heimat auf der Zunge“ von Burkhard Spinnen eröffnet. Im Anschluss folgt das Eröffnungskonzert.

 

 

 

Stephan Froleyks: daily drones (Uraufführung)

Stephan Froleyks – Alltagsobjekte, Messertisch
Cico Beck – Alltagsobjekte, Elektronik

 

 

 

 

 

 

heimat kann klang sein

nachts nach hause kommen, alle schlafen. letzter halt im badezimmer.

auf der wannenkante hockend dieses geräusch hören, sparsam knistrig mit pausen, das platzen winziger bläschen, irreguläre rhythmen: die kontaktlinsenreinigungstablette erzählt von ihrer arbeit.

bleiben und hören, eine mittnachtsmeditation. überall grundklänge. bordune, bei denen das ohr einhakt.

münzenrollen in glasschüssel / badeschaumknistern / elektrifizierte zahnpflege / regenjackenschleifspaziergang / fahrradnachtfahrt / dieseldröhnen / kaffeemaschine / saitenquirlen / steinereiben / klappern von holzspielzeug

einige dieser alltagsbordune fügen sich bei daily drones zu einer lockeren klangkette, immer wieder unterbrochen von momenten der stille.  mitunter greift elektronik minimal modifizierend ein: filterungen, fließende übergänge, hervorhebung von klangebenen und tonalitäten, kaum merkliche verschiebungen der zeitachse, stauchung und vergrößerung der amplitude

 

– klang kann heimat sein