KLANGZEIT 2014 wurde gefördert von Kulturstiftung des Bundes, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Kulturstiftung NRW, Schweizer Kulturstiftung proHelvetia

 

Veranstalter:

Gesellschaft für Neue Musik Münster e.V.  

 

in Kooperation mit 

Kulturamt Münster, Theater Münster, Sinfonieorchester Münster, Musikhochschule in der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster, Musikwissenschaftliches Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Akademie Franz-Hitze-Haus und cuba-cultur 

 

Programm: Reinbert Evers, Stephan Froleyks, Erhard Hirt, Fabrizio Ventura

 

Organisation: cuba–cultur, Münster

Festivalbüro: Erhard Hirt

Bühnenmanagement: Peter Kersting

Promotion: Pro Classics

Kommunikationsdesign: Thorsten Stapel

So. 26/01/2014 I 19:00 I Theater Münster, Kleines Haus, Neubrückenstraße 63
Tel Aviv – Istanbul – Moskau

KlangZeit-Festival-Ensemble

Uraufführungen von Taner Akyol (Türkei), Josef Bardanashvili (Georgien / Israel), Yuri Kasparow (Russland)

Josef Bardanshvili:
– "five short letters" für Flöte, Klarinette, Gitarre und Streichquartett (2013, UA)

Taner Akyol:
– "Massaker" für Gitarre solo (UA)

Yuri Kasparov:
– "WAR…." für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello & Gitarre (UA)

Younghi Pagh Paan:
– "Den Müttern" für Piccoloflöte, Mezzosopran, Perkussion

Taner Akyol:
– "Taksim`de Üç Ağaç ve Çapulcular (Drei Bäume in Taksim und die Banditen)" für Piccoloflöte, Oboe, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Perkussion, Klavier & Baglama (UA)


Ein russischer Komponist mit armenischen Wurzeln, ein Israeli aus Georgien, eine seit Jahrzehnten in Deutschland lebende und von hier aus wirkende Koreanerin sowie ein in Berlin wohnender Baglama-Virtuose und Komponist aus der Türkei: Sie bilden das avantgardistische Quartett des kammermusikalischen Klang-zeit-Konzertes, das am 26. Januar 2014 im Kleinen Haus des Städtischen Theaters Münster mit vier Uraufführungen aufwartet.

Yuri KasparovDer 1955 in Moskau als Sohn einer armenischen Familie geborene Yuri Kasparow studierte unter anderem am Staatlichen Moskauer Konservatorium, wo er vor dreißig Jahren sein Examen ablegte, um seine Ausbildung anschließend bei Edison Denisow fortzusetzen. Auf vielen internationalen Festivals Neuer Musik vertreten und mit etlichen renommierten Preisen ausgezeichnet, hat der Mitorganisator der russischen Gesellschaft für Neue Musik bislang neben vier Symphonien und zahlreichen konzertanten Werken eine Fülle markanter Kammermusiken, Vokalstücke und Soli geschaffen, worin er – wenn man den Zeugnissen der jüngsten Zeit wie etwa der vierten Symphonie „Notre Dame“ (2008) glauben darf – eine äußerst profilierte Diktion gefunden hat.


Joseph BardanashviliDer 1948 an der georgischen Schwarzmeerküste geborene Josef Bardanashvili kam 1995 nach Israel – „mit einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte auf musikalischem Gebiet im Gepäck“, wie jüngst Shelley Kleiman in hagalil.com schrieb. „Nach der Promotion an der Musikakademie in Tbilissi war er Hauskomponist des weltberühmten Rustavelli Theaters und Leiter der Musikakademie in Batovei. Bardanashvili hat internationale Musikfestivals organisiert und selbst zahlreiche Preise gewonnen. Als georgischer Kulturminister hat er schließlich auch Erfahrungen in der Politik gesammelt.“ Ihm selbst fällt es schwer, seine Musik zu beschreiben: „Sowohl mein Temperament als auch meine Weltanschauung ... sind vom Osten wie vom Westen beeinflusst.“


Taner Akyol
Taner Akyol wurde 1977 in Bursa, der viertgrößten Stadt der Türkei, geboren und freundete sich schon während seiner Grundschulzeit mit der türkischen Langhalslaute Baglama (Saz) an. Im Alter von 14 Jahren bestand Akyol die Aufnahmeprüfung am Musikgymnasium in Bursa, das er vier Jahre später mit Fachabitur und dem Hauptfach Geige erfolgreich abschloss. 1996 zog es den jungen Künstler nach Berlin, wo er u.a. an der Hochschule für Musik Hanns Eisler sowie als Meisterschüler bei Walter Zimmermann an der Universität der Künste studierte. Als Baglama-Solist und als Komponist wurde Taner Akyol mehrfach ausgezeichnet, so mit dem „Musikpreis der Kulturen in Berlin“ beim musica vitale Wettbewerb 1998, im Jahr darauf mit dem Hanns-Eisler-Preis für Komposition und Interpretation zeitgenössischer Musik und 2007 beim internationalen Kompositionswettbewerb „global music – contemporary expression“


Younghi Pagh-Paan„Ohne Zweifel ich stehe erst am Anfang einer Entwicklung, deren Ufer ich noch nicht absehen kann. Ich möchte mich aber auf eines verlassen können: Dass ich keine Musik schreiben werde, die mich von dem entfernt, was mir als Wurzel unserer Kultur bis heute innewohnt.“ Als die Südkoreanerin Younghi Pagh Paan diese Worte sprach, war sie ungefähr so alt wie ihr türkisch-deutscher Kollege Akyol es heute ist. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein Kompositions- und Musikwissenschaftsstudium an der Staatlichen Universität Seoul absolviert und hatte anschließend dank eines Stipendiums von 1974 bis 1979 an der Hochschule für Musik Freiburg bei Klaus Huber, Brian Ferneyhough und Peter Förtig studieren können.

 
KlangZeit Festival-Ensemble:

Pavel Tselniapnu - Flöte
Werner Raabe - Klarinette
Klaus Lebowski - Oboe
Rebecca Minio-Paluello - Violine
Kalliopi Mitropoulou - Violine
Antonio Fernandez Hernandez - Viola
Mattias Boutos - Violoncello
Artem Nikolaewski - Kontrabass
Stephan Froleyks - Perkussion
Annette Kleine - Mezzosopran
Taner Akyol - Baglama
Reinbert Evers - Gitarre
Clemens Rave - Piano
Rene Gulikers - Dirigent

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