KLANGZEIT 2014 wurde gefördert von Kulturstiftung des Bundes, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Kulturstiftung NRW, Schweizer Kulturstiftung proHelvetia

 

Veranstalter:

Gesellschaft für Neue Musik Münster e.V.  

 

in Kooperation mit 

Kulturamt Münster, Theater Münster, Sinfonieorchester Münster, Musikhochschule in der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster, Musikwissenschaftliches Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Akademie Franz-Hitze-Haus und cuba-cultur 

 

Programm: Reinbert Evers, Stephan Froleyks, Erhard Hirt, Fabrizio Ventura

 

Organisation: cuba–cultur, Münster

Festivalbüro: Erhard Hirt

Bühnenmanagement: Peter Kersting

Promotion: Pro Classics

Kommunikationsdesign: Thorsten Stapel

Festivalüberblick 2014

Dreitausend Besucher haben sich für die neuen Töne begeistern lassen, die die KLANGZEIT MÜNSTER vom 19. Januar bis zum 2. Februar 2014 an verschiedenen Aufführungsstätten mit durchweg beeindruckendem Erfolg präsentierte: „Neue Musik hat in Münster längst einen festen Platz und eine gut entwickelte Szene“, erkannte einer der Kritiker des Festivals, das in diesem Jahr unter dem Motto Krieg und Frieden neben mancherlei „Repertoire“ der Moderne sage und schreibe elf Uraufführungen bereithielt – düstere Inszenierungen, wie sie Cecilia Kim beisteuerte, aktuelle Darbietungen wie Taner Akyols musikalische Revolte Drei Bäume in Taksim und die Banditen oder von kraftvoller Virtuosität erfüllt wie Michael Jarrells Klavierkonzert Reflets mit dem Solisten Nicolas Hodges. Komponisten aus Syrien, Israel, der Türkei und Armenien sowie aus Rußland und Korea waren in diesen zwei Wochen in der Stadt des Westfälischen Friedens zu Gast, um ihre Uraufführungen mitzugestalten und dabei die inzwischen unverwechselbare Atmosphäre der KLANGZEIT gemeinsam mit dem durchweg faszinierten Publikum zu erleben.

  

Regionaler Schwerpunkt war der östliche Mittelmeer-Raum der in seiner Geschichte zu einer der meist umkämpften Regionen gehört und durch die seinerzeit aktuellen Revolutionsbewegungen erneut zum Kulminationspunkt gesellschaftlicher Umbrüche geworden ist: Wie klingt es an den Orten aktueller gesellschaftlicher Verwerfungen? 


Unter dem Titel „Music of Displacement“ wurden Auftragswerke vergeben an: Chatschatur Kanajan (Armenien), Yannis Kyriakidis (Zypern), Manos Charalabopoulos (Griechenland) und Bassem Alkhouri (Syrien). Hinzu kommen neue Werke von Cecilia Kim (Korea) Taner Akyol (Türkei), Hassan Khan (Ägypten), Jörg Birkenkötter (Deutschland), Josef Bardanaschwili (Georgien/Israel) und Juri Kasparov (Russland). 
Neben zeitgenössischen Kompositionen wurde Musik traditionellen Ursprungs aus der Türkei, dem Irak und Palästina sowie europäische Musik aus der Zeit des Westfälischen Friedensschlusses vorgestellt. In einem Workshop-Ensemble kam es zur Begegnung von Musikern aus Israel, Libanon der Türkei und NRW.