KLANGZEIT 2012 wurde gefördert von
LWL-Kulturstiftung Westfalen-Lippe,

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen,

Kunststiftung NRW

 

Veranstalter: 

Gesellschaft für Neue Musik Münster e.V.  

 

in Kooperation mit 

Kulturamt der Stadt Münster, 

Städtische Bühnen Münster, 

Sinfonieorchester Münster, 

Musikhochschule in der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster,

cuba-cultur 

 

Programm: Reinbert Evers, Stephan Froleyks, Erhard Hirt, Fabrizio Ventura

Mitarbeit: Thomas Beimel, Dr. Jens Ponath

 

Organisation: cuba–cultur, Münster

Festivalbüro: Erhard Hirt

Promotion: Pro Classics

Kommunikationsdesign: Thorsten Stapel

 

 

Mo. 05/03/2012 I 20:00 I Städt. Bühnen Münster, Kleines Haus
Villa-Lobos & Ginastera
Portrait-Konzert – Beitrag der Studierenden der Musikhochschule Münster
Alberto Ginastera, © Boosey & Hawkes, Berlin
Alberto Ginastera, © Boosey & Hawkes, Berlin

Doppelportrait Alberto Ginastera – Heitor Villa – Lobos


Programm


Alberto Ginastera

Piano Sonata No.2  op.53 (1981-1983)
Allegramente
Adagio sereno - scorrevole - Ripresa dell’Adagio
Ostinato aymará

Pampeana No.2  op.21 für Violoncello und Klavier (1950)

Sonata for Guitar op.47 (1976)
Esordio - Scherzo - Canto - Finale

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Heitor Villa-LobosHeitor Vila Lobos Bild: Biblioteca nacional do brasil

Choro Nr.2 für Flöte und Klarinette (1927)

Choros Bis für Violine und Cello (1928)

Assobio a Jato (The little Whistle) für Flöte und Violoncello (1950)
Allegro non troppo - Adagio - Vivace

Sexteto mystico für Flöte, Oboe, Saxophon, Gitarre, Celesta und Harfe (1955)



Für ihren Konzertbeitrag zur KlangZeit 2012 haben die Studenten der Musikhochschule Münster die modernern Klassiker Alberto Ginastera (1916-1983) und Heitor Villa‑Lobos (1889-1959) ausgesucht. Der musikalische Abenteurer, der seine brasilianische Heimat der Länge und Breite nach durchstreifte und dabei bis in die fernsten Winkel des musikalisch Vorstellbaren vordrang, mußte sich in den dreißiger Jahren allerdings erst einmal in Paris die Hörner abstoßen: Ausgestattet mit dem kompositorischen Rüstzeug Europas, kehrte er in seine Heimat zurück, wo er einer der Väter der brasilianischen Nationalmusik wurde, die er auf qualitativ und quantitativ überwältigende Weise bereichert hat.
Eine ganze Generation jünger war Alberto Ginastera aus Buenos Aires, der nach der Ausbildung am Konservatorium seiner Heimatstadt selbst eine musikalische Lehranstalt in La Plata gründete. Bis 1962 unterrichtete er an der Kunst- und Musikfakultät der Katholischen Universität von Buenos Aires, danach am Centro Latinoamericano de Altos Estudios Musicales. Alberto Ginastera verband in seiner Musik traditionelle Rhythmen argentinischer Folklore mit der Harmonik moderner klassischer Musik; eine Kombination, die in ihrer rhythmischen Prägnanz und freien Tonalität an Béla Bartók erinnert: »Komponieren bedeutet meiner Ansicht nach, eine Architektur zu schaffen ... In der Musik entsteht diese Architektur in der Zeit ... Wenn Zeit vergangen ist, wenn das Werk sich entwickelt hat, bleibt im Geist ein Gefühl innerer Vollkommenheit zurück. Erst dann kann man sagen, daß dem Komponisten die Schöpfung jener Architektur gelungen ist« (Alberto Ginastera).

 
Mitwirkende

Juhee Lee – Klavier, Celesta
Magdalena Wolf – Violoncello
Eduardo Swertz – Violoncello
Kirill Dudinsky – Gitarre
Rustem Sabakhiev – Flöte 
Drilon Ibrahimi – Klarinette
Lisa Vogel – Violine
Mika Kawashima – Oboe
Philipp Diederich – Saxophon
Eva Bäuerle-Gölz – Harfe