KLANGZEIT 2012 wurde gefördert von
LWL-Kulturstiftung Westfalen-Lippe,

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen,

Kunststiftung NRW

 

Veranstalter: 

Gesellschaft für Neue Musik Münster e.V.  

 

in Kooperation mit 

Kulturamt der Stadt Münster, 

Städtische Bühnen Münster, 

Sinfonieorchester Münster, 

Musikhochschule in der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster,

cuba-cultur 

 

Programm: Reinbert Evers, Stephan Froleyks, Erhard Hirt, Fabrizio Ventura

Mitarbeit: Thomas Beimel, Dr. Jens Ponath

 

Organisation: cuba–cultur, Münster

Festivalbüro: Erhard Hirt

Promotion: Pro Classics

Kommunikationsdesign: Thorsten Stapel

 

 

Sa. 10/03/2012 I 20:00 I Städt. Bühnen Münster, Kleines Haus
Nativo
Musik aus Brasilien & Bolivien

Ensemble Mentemanuque & Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos

Musik aus Brasilien & Bolivien


Programm Ensemble Mentemanuque

Gilberto Mendes (*1922)
Mein Freund Köllreutter (1984)

Rodolfo Coelho de Souza (*1952)
Nachricht zu dem Fisch (1998 | Uraufführung)

Silvia Cabrera Berg (*1958)
Ätherisch (2012 | Uraufführung)

José Gustavo Julião de Camargo (*1961)
Schlüsselrost (Poesie von Ricardo Lima | 2010 | Uraufführung)
I - Rennen
II - 10
III - Vasen
IV - Körper


Marcos Câmara de Castro (*1958)
Zwei Stücke für Fagott und Klavier (2012 |Uraufführung)

Rubens Russomanno Ricciardi (*1964) ‑
Babel Op. 30 (2012 | Uraufführung| Auftragswerk)


Ensemble Mentemanuque (Brasilien), Leitung - Jose Gustavo Julião de Camargo

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Neue Musik mit traditionellen indianischen Instrumenten:

Orquesta de Cámara Experimental de Instrumentos Nativos (Bolivien)

Oscar Bazán (Arg) – Austeras (1975-77)

Cergio Prudencio (Bol) – Sawuta saltanakani (2003)

Graciela Paraskevaídis (Arg/Uru) – ...bajo otros cielos... (2011)

www.oein.org


Am Samstag, den 10. März, stellen das brasilianische Ensemble Mentemanuque sowie das aus Bolivien stammende Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos (OEIN) die neue Musik ihrer Heimat dar. Das OEIN ist wahrhaft einzigartig, denn es vereint das naturhafte Instrumental- und Klangspektrum des Anden‑Hochlandes mit den Errungenschaften der zeitgenössischen Musiksprache. Die Mitglieder spielen auf den traditionellen bolivianischen Instrumenten, in denen die beeindruckende Natur der Anden mitschwingt, eigens für sie komponierte Gegenwartswerke.
Das Ensemble Mentemanuque wurde 1993 von Rubens Russomanno Ricciardi und Freunden in seiner Heimatstadt Ribeirão Preto (Brasilien) gegründet. Sein Schwerpunkt liegt bei der zeitgenössischen Musik. Eine Vielzahl neuer brasilianischer Kompositionen wurde bereits uraufgeführt. So verwundert es nicht, dass das Ensemble eng mit der Abteilung für Musik der Universität von São Paulo verbunden ist. Dirigenten wie Aylton Escobar, Aldo Brizzi (Italien) und Philip Hefti (Schweiz) waren hier zu Gast, Rundfunkaufnahmen im Radio Cultura‑FM von São Paulo und bei der Londoner BBC folgten. Für die KlangZeit Münster 2012 haben die Brasilianer sechs brandneue Werke ihrer Heimat mitgebracht: Sie hören Uraufführungen von Silvia Cabrera Berg, José Gustavo Julião de Camargo, Marcos Camara de Castro, Claudio Möller de Freitas, Rodolfo Coelho de Souza und dem Ensembleleiter Rubens Russomanno Ricciardi.

Rubens Russomano Ricciardi wurde 1964 geboren und studierte in São Paulo. Weiterführende Studien brachten ihn an die Humboldt Universität zu Berlin. Von 1992 bis 1999 war er für das Festival Música Nova in Ribeirão Preto verantwortlich, bevor er bis 2003 als künstlerischer Leiter des Orquestra Sinfônica de Ribeirão Preto (OSRP) wirkte. In derselben Zeit (1997-2001) leitete er die Musikwissenschaftliche Abteilung des Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo (OSESP), wo er mehr als 30 symphonische Werke brasilianischer Komponisten herausgab.
Der vielseitige Musiker und Komponist gastiert als Pianist, Cembalist, Organist und Dirigent in seinem Heimatland, aber auch in Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz sowie in den USA und Kanada.
Rundfunkaufnahmen mit Sendungen eigener Werke hat Ricciardi bei Radio Cultura FM zu São Paulo, der BBC Londen, Radio DDR II zu Berlin und dem Belgischen Rundfunk gehabt. Ricciardi ist heute als Lehrstuhlinhaber (Musiktheorie und künstlerischer Leiter des USP‑Filarmônica) für Musik an der Fakultät für Philosophie, Wissenschaften, Literatur und Künste der Universität von São Paulo im Campus zu Ribeirão Preto tätig.

Cergio Prudencio wurde 1955 in La Paz, Bolivien, geboren. Er studierte Dirigieren und Komposition an der Katholischen Universität Boliviens, besuchte in den achtziger Jahren die Lateinamerikanische Kurse für zeitgenössische Musik und wurde überdies beim Nationalen Jugendorchester Venezuela ausgebildet. Unterricht erhielt er ebenfalls auf der klassischen Gitarre (1968‑72), der Querflöte (1973‑77), dem Klavier (1978‑82) und dem Schlagzeug (1978). Cergio Prudencio ist Komponist, Dirigent, Musikforscher und Lehrer. Er gründete 1980 das Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos (OEIN) in La Paz, zu dessen Leitung er bis heute gehört.

 
Mitwirkende

Ensemble mentemanuque
(Universität von São Paulo, Campus Ribeirão Preto)

Yuka de Almeida Prado – Sopran
Roberta Benjamin Barbosa – Oboe
Heidrun Schulze – Fagott, Kontrafagott
Gustavo Costa – Gitarre, Viola Caipira
Eliana Guglielmetti Sulpicio – Schlagzeug
Jose Gustavo Julião de Camargo – Dirigent
Rubens Russomanno Ricciardi – Klavier und künstlerische Leitung



Orquesta de Cámara Experimental de Instrumentos Nativos

Carlos Gutiérrez
Daniel Calderón
Carlos Nina
Andrea Gladys Álvarez Bermejo
Leitung: Cergio Prudencio