KLANGZEIT 2012 wurde gefördert von
LWL-Kulturstiftung Westfalen-Lippe,

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen,

Kunststiftung NRW

 

Veranstalter: 

Gesellschaft für Neue Musik Münster e.V.  

 

in Kooperation mit 

Kulturamt der Stadt Münster, 

Städtische Bühnen Münster, 

Sinfonieorchester Münster, 

Musikhochschule in der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster,

cuba-cultur 

 

Programm: Reinbert Evers, Stephan Froleyks, Erhard Hirt, Fabrizio Ventura

Mitarbeit: Thomas Beimel, Dr. Jens Ponath

 

Organisation: cuba–cultur, Münster

Festivalbüro: Erhard Hirt

Promotion: Pro Classics

Kommunikationsdesign: Thorsten Stapel

 

 

Fr. 02/03/2012 I 19:00 I Städt. Bühnen Münster, Kleines Haus
El galpón
Tanztheater
El galpón
El galpón

Eine Choreographie von Daniel Goldin



Angelehnt an die Theaterform des „Sainete criollo" (satirischer Einakter mit Musik und Tanz), welches sich Anfang des letzten Jahrhunderts in Argentinien entwickelte und sich mit den Bräuchen der Migranten beschäftigt, hat Daniel Goldin nach „Hinter der Nacht" und „Solo", „Erwartung und Metamorphose" bereits das dritte Stück entwickelt in dem er sich mit seiner Heimatstadt Buenos Aires auseinandersetzt. Dort hat sich in den letzten Jahren in den alten Stadtvierteln San Telmo und Palermo Viejo eine lebendige Szene von jungen Künstlern niedergelassen, die mittlerweile vor allem musikalisch weltweit für Aufsehen sorgt. Komponisten und Sänger beschäftigen sich wieder mit den Wurzeln des Tango Argentino und südamerikanischer Folklore und interpretieren diese neu.
Diese Künstler entstammen zum größten Teil den im 19. Jahrhundert in Argentinien eingewanderten Emigrantenfamilien, welche bleibenden Einfluss auf die Kultur Argentiniens haben sollten. So änderte sich damals in Großstädten wie Buenos Aires, Córdoba und Rosario besonders die Architektur der privaten Wohnhäuser. Für die einfache Bevölkerung entstanden die häufig zweigeschossigen Casa Chorizo, die noch immer die Stadtteile San Telmo und Palermo Viejo prägen und ein fast kleinstädtisches Flair verbreiten. Heute gehören diese ehemaligen Handwerker- und Arbeiterstadtteile zu den modernen Szene- und Kulturvierteln. Im hinteren Teil dieser Gebäudekomplexe befinden sich die „galpones" - die ehemaligen Lagerräume und Schuppen -, welche mit ihrem industriellen Charme von Künstlern seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert zu Galerien, Cafés und Theatern umgestaltet werden.
In zum Teil improvisierten Räumen kann man die Atmosphäre, welche die Immigranten und Arbeiter der vorherigen Jahrhundertwende hinterlassen haben, auch heute noch spüren. Diese Orte der Kreativität, an denen alles möglich ist und die Neues hervorbringen, indem sie Menschen unterschiedlichster kultureller Herkunft zusammenbringen, sind der Ausgangspunkt für Daniel Goldins neues Stück.

El galpón