KLANGZEIT 2012 wurde gefördert von
LWL-Kulturstiftung Westfalen-Lippe,

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen,

Kunststiftung NRW

 

Veranstalter: 

Gesellschaft für Neue Musik Münster e.V.  

 

in Kooperation mit 

Kulturamt der Stadt Münster, 

Städtische Bühnen Münster, 

Sinfonieorchester Münster, 

Musikhochschule in der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster,

cuba-cultur 

 

Programm: Reinbert Evers, Stephan Froleyks, Erhard Hirt, Fabrizio Ventura

Mitarbeit: Thomas Beimel, Dr. Jens Ponath

 

Organisation: cuba–cultur, Münster

Festivalbüro: Erhard Hirt

Promotion: Pro Classics

Kommunikationsdesign: Thorsten Stapel

 

 

Sa. 03/03/2012 I 22:00 I BLACK BOX im cuba, Achtermannstr.12
Hörbar
Elektronische und elektroakustische Musik aus Lateinamerika
Thomas Beimel
Thomas Beimel

mit Thomas Beimel

Elektronische & elektroakustische Musik aus Lateinamerika
Werke von Joaquín Orellana, Eduardo Bértola, Jacqueline Nova und Coriún Aharonián
vorgestellt von Thomas Beimel

Mit den Möglichkeiten des elektronischen Studios formulieren lateinamerikanische Komponisten in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ihre ästhetische Unabhängigkeit. So unterschiedlich die Länder sind, so verschieden sind auch die Resultate. In »Humanofonía I« erkundet der Guatemalteke Joaquín Orellana seine akustische Umwelt und verleiht ihr eine mythische Dimension. Eduardo Bértola (Argentinien / Brasilien) untersucht in Stücken wie »Penetraciones« oder »Dynamus« die Fähigkeiten der menschlichen Wahrnehmung. Als Basismaterial für ihr epochales Werk »Creación de la tierra« wählt die Kolumbianerin Jacqueline Nova einen Schöpfungsgesang eines indianischen Schamanen und entwirft damit eine avantgardistische Klanglandschaft. Während im Süden des Kontinents Coriún Aharonían in »Gran tiempo« die Bedeutung des Alltäglichen in der Zeit der uruguayischen Militärdiktatur thematisiert.

Thomas Beimel absolvierte ein privates Kompositionsstudium bei Myriam Marbe in Bukarest. 1989 folgte die Gründung des Ensembles Partita Radicale, das sich auf den Grenzbereich zwischen Improvisation und Komposition spezialisiert hat und alle Projekte kollektiv erarbeitet.
Seit 1991 folgten diverse musikwissenschaftliche Arbeiten, u.a. zwei Bücher über die belgische Komponistin Jacqueline Fontyn und die rumänische Komponistin Myriam Marbe. Seit 1998 über 50 Rundfunksendungen. Themenschwerpunkte sind zeitgenössische Musik in Rumänien und Lateinamerika. Seit 2003 ist Thomas Beimel regelmäßig zu Arbeitsaufenthalten in Lateinamerika, so war er bereits in Argentinien, Uruguay, Brasilien, Costa Rica, Mexiko und Kolumbien.